Workshop: Queer Identity

Workshop: Queer Identity

Im Rahmen des Fachs «Ethik, Religion und Gemeinschaft» lernen die Schüler:innen der Sek 1 March Siebnen sich selbst kennen und werfen auch einen Blick auf die grosse Vielfalt des Lebens ausserhalb des ihnen bekannten Themenkreises. Im Rahmen einer Präventionsveranstaltung während drei Lektionen hat die Klasse s3d einen Workshop unter dem Titel «Queer Identities» besucht. Im Fokus standen dabei die Vorurteile gegenüber uns unbekannten Menschen und Dingen – die alle von uns in sich tragen. Die beiden Workshopleiter:innen Lea Herzig (ehem. Polizistin und Rechtsanwältin) und Sebastian Rüttimann (Schulleiter der Sek 1 March Siebnen) haben die Klasse durch die Themen geführt – dabei sind spannende Diskussionen entstanden und die Schüler:innen haben viel Wissenswertes über Menschen mit anderen sexuellen Orientierung und ihren täglichen Herausforderungen erfahren. Lesen Sie mehr im folgenden Bericht eines Schülers aus der Klasse s3d.

Ich bedanke mich herzlich bei der Klasse für die gelungene Veranstaltung.

Sebastian Rüttimann, Schulleiter Sek 1 March Siebnen

Am Donnerstag, dem 11.4.24, führten uns Herr Rüttimann und seine Kollegin Lea Herzig durch den Workshop.

Es waren drei umfangreiche Lektionen, in denen unsere Klasse über die LGBTQ-Thematik aufgeklärt wurde. Es fing mit einem interessanten Bewegungsspiel an, bei welchem uns einige Fragen über uns selbst gestellt wurden, um uns besser kennenzulernen, bei welchen wir je nachdem, ob wir angesprochen waren, in die eine oder andere Zimmerecke gingen. Daraufhin haben wir alle je ein Bild von verschiedenen Personen (teils Angehörige der LGBTQ-Community) bekommen und mussten nach einer kurzen Einprägungsphase der Klasse erklären, was wir von dieser Person hielten (wo sie arbeitet, was sie in ihrer Freizeit macht usw.). Durch die Besprechung der Bilder sind zahlreiche Fragen aufgetaucht, auf welche in der dritten Lektion eingegangen wurde. Kurz darauf folgte noch das Schlusswort und wir wurden entlassen.

Ich fand es grossartig, dass alles angemessen und respektvoll verlief und auch jegliche Fragen, egal wie merkwürdig, beantwortet wurden. Die Fragestellung beim Bewegungsspiel war auch sehr gut gewählt und schweifte nicht vom Thema ab. Bemerkenswert war auch, dass wir, nachdem wir uns zur Ja- oder Nein-Seite bekannt hatten, um genauere Erklärungen gebeten wurden, wo oder wie wir z.B. mit Rassismus in Kontakt gekommen sind. Diese Klärung hat sehr zum Verständnis beigetragen.

Äusserst interessant fand ich die Fragen, ob und in welchem Zusammenhang das Wort «Schwuchtel» oder «Lesbe» als Beleidigung empfunden wird und wie und wann die beiden Workshopleitenden realisierten, dass sie homosexuell sind. Diese Fragen wurden - ohne zu zögern - beantwortet. Ausserdem wurde uns auch erläutert, dass man zu der Zeit, als sie sich geoutet hatten, gar nicht so viel mit dieser Thematik in Kontakt gekommen ist. Dies machte es für mich leichter zu verstehen, warum das Durchführen solcher Workshops wertvoll und wichtig ist.

Insgesamt war der Workshop sehr umfassend und informativ gestaltet. Viele neue Worte und Begriffe wurden präzisiert und fanden so korrekt Eingang in unseren Wortschatz. Beeindruckend fand ich auch die Fähigkeit der Workshopleitenden, auf kritische Fragen einzugehen und wie sie, ohne über uns zu urteilen, die Sachen erklärten. Ich hatte den Eindruck, dass es Frau Herzig sehr am Herzen lag, dass wir die LGBTQ-Themen verstehen, akzeptieren und vielleicht sogar unterstützen.

Ansonsten war es für mich eine tolle Erfahrung, am Workshop teilgenommen zu haben.

Eron, Schüler der Klasse S3d